Metanavigation

Palast

Ein fast vergessener Platz wird zum Welterbe

 Die von Felix Kanitz im 19. Jh. angefertigte kolorierte Zeichnung der "Römerfeste" bei Gamzigrad zeigt die hoch anstehende Umfassungsmauer mit mehreren rund vorspringenden Bastionen in einer offenen, kaum bewaldeten Landschaft. Im Innenraum erkennt man weitere Fundamente von runden Türmen sowie den inzwischen als Tempelpodium identifizierten gemauerten Klotz (Foto: Museum Zajecar). Die von Felix Kanitz im 19. Jh. angefertigte kolorierte Zeichnung der "Römerfeste" bei Gamzigrad zeigt die hoch anstehende Umfassungsmauer mit mehreren rund vorspringenden Bastionen in einer offenen, kaum bewaldeten Landschaft. Im Innenraum erkennt man weitere Fundamente von runden Türmen sowie den inzwischen als Tempelpodium identifizierten gemauerten Klotz (Foto: Museum Zajecar). Im Jahr 2007 wurde der Galeriuspalast Romuliana als erstes antikes Denkmal in Serbien in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Das ist für die serbischen Archäologen und Denkmalpfleger eine sehr große Chance, aber die Erhaltung der seit 1 700 Jahren stehenden Mauern und der bisher nur notdürftig geschützten Fußbodenmosaiken bedarf gewaltiger Anstrengungen (Foto: Archiv Gamzigrad).Im Jahr 2007 wurde der Galeriuspalast Romuliana als erstes antikes Denkmal in Serbien in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Das ist für die serbischen Archäologen und Denkmalpfleger eine sehr große Chance, aber die Erhaltung der seit 1 700 Jahren stehenden Mauern und der bisher nur notdürftig geschützten Fußbodenmosaiken bedarf gewaltiger Anstrengungen (Foto: Archiv Gamzigrad).

In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts bereiste Felix Kanitz im Auftrag des österreichischen Kaisers das Königreich Serbien. Dabei führte ihn der Weg auch durch das Tal des Timok, eines ehemals schiffbaren Nebenflusses der Donau, wo er bei der Stadt Zajecar auf dem Plateau von Gamzigrad ein riesiges "Castrum" besuchte, das er zu den wenigen Römerwerken Europas zählte, welche nicht durch mittelalterliche Zu- und Umbauten entstellt sind. An diesem Eindruck hat sich bis heute nicht viel geändert: In einer Senke auf einem sanft gewellten, lang gestreckten, von Wasserläufen und Erosionsrinnen durchzogenen Plateau stehen die Umfassungsmauern des etwa 200 x 200 m großen Vierecks noch bis zu 15 m hoch an und heben sich markant von umgebenden Äckern und niedrigem Strauchwerk ab. Das heutige Dorf Gamzigrad ist 3 km, die Bezirksstadt Zajecar etwa 10 km entfernt.